Du hast eine Idee, du weißt, WAS du tun möchtest? Du hast eine Entscheidung getroffen? Aber weißt du auch, WARUM und WIE du es tun möchtest und ob alles zusammenpasst? Auf allen drei Ebenen sollte dir klar sein, welchen Zweck du verfolgst, was du dir (auch persönlich) davon versprichst. Die Antworten auf „Warum?“ und „Wie?“ geben dir dabei einen Rahmen vor, einen Kompass für deine Entscheidungen, der dir stets anzeigt, ob das Was zu Warum und Wie passt. Die FITNESS-Matrix ist ein einfaches Tool, um Was, Wie und Warum gegenüberzustellen, um Entscheidungen einfach und bewusst und damit besser zu treffen.

Werde dir über das Warum und Wie klar

Oftmals ist es sehr leicht zu beschreiben, WAS wir tun wollen. Die schwierigsten Fragen sind aber die nach dem WARUM und dem WIE. Denn ist dir nicht klar, warum du etwas tun willst, dann wird es unglaublich schwer zu entscheiden, ob es wirklich sinnvoll ist, es überhaupt zu tun 😉

Das Wie ergänzt schließlich dein Warum noch um weitere Eigenschaften. Die Punkte des Wies beschreiben, auf welche Art und Weise du dein Ziel erreichen möchtest, Beispielsweise Spaß haben, innovativ sein… Sie sind damit wesentliche Entscheidungskriterien, die du durch unterschiedliche Gewichtung sogar priorisieren kannst.

Sammle Informationen und akzeptiere deren Unvollständigkeit

Egal, wie lange du dich mit einem Thema beschäftigst, wieviele Informationen du versuchst zu sammeln, du wirst niemals wirklich alle Informationen besitzen, um Entscheidungen zu treffen, die in der Zukunft das optimale Ergebnis bringen. Nur rückblickend erscheint es manchmal so, dass du besser entscheiden hättest können.

Nutze also vorhandene Fakten. Nutze deine Erfahrung. Triff Annahmen. Du darfst auch schätzen. Berücksichtige auch eventuelle Abhängigkeiten und benötigte Fähigkeiten und Ressourcen. Frage andere Menschen nach ihrer Expertise und trage alles als Entscheidungsgrundlage zusammen. Aber statt dich in einer unendlichen Analyse zu verlieren, nutze die Informationen, die du zum Zeitpunkt X hast, um darauf basierend die aktuell beste Entscheidung zu treffen.

Bringe deine Gedanken nach außen, visualisiere

In deinem Kopf fühlen sich viele Gedanken und Entscheidungen richtig und gut an. Bringst du sie aber auf Papier, ein Flipchart, Post-its, ein Whiteboard oder andere Hilfsmittel ändert sich das eventuell.

visualisierung

Durch das Aufschreiben, die Visualisierung, also das Externalisieren wirst du gezwungen, dich mit einzelnen Punkten genauer zu beschäftigen, einen Stand X festzuhalten, deinen Gedanken eine Gestalt zu geben. Du musst passende und möglichst klare Formulierungen und Strukturen für die Darstellung finden. Du wirst dabei automatisch anfangen, vorher so schlüssige Gedanken zu hinterfragen oder Gewichtungen zu ändern. Du schärfst also deine Gedanken und kommst zu einer besseren Wissensbasis für deine Entscheidungen.

Entscheide mit der FITNESS-Matrix

Hast du alle Informationen, deine Ideen und Optionen, dein Was, hast du dein Warum und deine Wies zu Papier gebracht, musst du nun nur noch alles zusammenbringen. Hierbei hilft dir die FITNESS-Matrix, in der du dies alles gewichtet gegenüberstellst und schaust, wie gut alles zusammenpasst. Der Name Fitness bezieht sich hier auf die Eignung, Passung.

  1. Schreibe deine Information, dein Warum, deine Wies in die Zeilen der Vorspalte
  2. und gewichte sie (1x, 2x, 3x, …) in der zweiten Spalte.
  3. Den Namen deiner Idee(n)/Option(en) schreibst du in den Tabellenkopf weiteren Spalten. So kannst du einfach verschiedene Ideen/Optionen gegenüberstellen.
  4. Nun bewertest du mit einer Punkte-Skala von 0-10, wobei folgendes gilt:
    • 0 = wenig/trifft nicht zu/nicht vorhanden
    • 10 = viel/trifft voll zu/vollständig vorhanden
  5. Zum Schluss erhältst du durch Multiplikation (Gewichtung) und Addition der einzelnen Einträge eine Summe in der letzten Zeile.
  6. Vergleiche die Summen mit der möglichen Gesamtpunktzahl und untereinander.
  7. Entscheide!
fitnessmatrix

Es kann durchaus passieren, dass du das Ergebnis der Matrix so nicht erwartet hast. Das ist nicht weiter schlimm. Ganz im Gegenteil, es ist ein guter Hinweis, dass du bei deinen bisherigen Überlegungen vielleicht etwas nicht berücksichtigt hast. Die Matrix macht das auf relativ objektive Weise transparent!

Die FITNESS-Matrix kannst nutzen, um eine klare und eindeutige Priorisierung von Projekten, Features, Aufgaben, … vorzunehmen. Es ist aber auch möglich, mit ihr aktuelle Situationen zu bewerten, egal ob beruflich oder privat.

Überprüfe deinen Kurs

Es macht einfach keinen Sinn, nach einer Entscheidung die Scheuklappen aufzusetzen und stur einem fixen Ziel nachzujagen. Denn die Welt dreht sich ständig weiter, du entwickelst dich weiter!

Daher solltest du regelmäßig inne halten, reflektieren und überprüfen, ob deine Entscheidung auch später noch Bestand hat. Sollte dies nicht der Fall sein, bedeutet das für dich aber nicht, dass du eine falsche Entscheidung getroffen hast. Denn hast du zum Zeitpunkt X eine Entscheidung getroffen, hast du zum Zeitpunkt Y wahrscheinlich neue Informationen, neue Fähigkeiten, neues Wissen. All das hättest du ohne die Entscheidung eventuell gar nicht gehabt.

Es bedeutet also lediglich, dass eine neue Entscheidung ansteht 😉 Es bedeutet, dass du dein Warum, dein Wie erneut mit den vorhanden Informationen abgleichen musst, um zu entscheiden, ob du mit deinem Was noch auf Kurs bist! Und der Kurs darf im Ganzen sehr gern von einer Geraden abweichen…

Nimm gern Kontakt mit uns auf, wenn wir dich bei der Anwendung der FITNESS-Matrix und deiner Entscheidungsfindung unterstützen können!