GLOSSAR · LATERALE FÜHRUNG
Was ist laterale Führung?
Und was unterscheidet sie von disziplinarischer und fachlicher Führung?
Hierarchische Führung vs. Laterale Führung
Klassische Strukturen passen oft nicht zur komplexen Umwelt
Laterale Führung (auch Lateral Leadership)
Warum ist laterale Führung notwendig?
Vorteile und Nachteile von lateraler Führung
Vorteile
- mehr Eigenverantwortung im Team
- schnellere Entscheidungen ohne Hierarchie-Umweg
- Akzeptanz durch fachlichen statt positionellen Einfluss
Nachteile
- keine formale Durchsetzungsmacht
- hoher Bedarf an Vertrauen und Kommunikation
- Rollenklarheit muss aktiv hergestellt werden statt vorgegeben zu sein
Wann laterale Führung sinnvoll ist
Laterale Führung wird immer dann notwendig, wenn das System keine Vorgaben über disziplinarische Machtverteilung macht. Es gibt also keinen Chef, der über Belohnung oder Bestrafung entscheidet. Besonders häufig ist dies in Matrix-Organisationen, Projektteams oder auch agilen cross-functional (Scrum) Teams der Fall.
Konflikte und Schwierigkeiten bei lateraler Führung
Häufig geraten Menschen in eine laterale Führungsrolle, ohne darauf vorbereitet zu sein. Lateraler Führungsarbeit wird noch zu selten wirklich Aufmerksamkeit geschenkt, dabei findet in heutigen Unternehmen wohl ein Großteil der Führungsarbeit genau in dieser Konstellation statt.
Wie so oft im Kontext der Delegation gibt es hier ein Spannungsfeld zwischen Erlaubnis, Befähigung und Akzeptanz. Lateral führen lässt sich aber lernen — nicht nur disziplinarische Führungskräfte und Manager sollten dafür passende Weiterbildung bekommen. Auch wir bieten Laterale Führung Seminare an.
Bei lateraler Führung geht es um Haltung
In der lateralen Führung gibt es keine vom System geschaffenen Malus- oder Bonus-Instrumente. Laterale Führungskräfte müssen andere Wege finden, um Menschen zu führen — mit Führungsstilen, die übrigens auch in der hierarchischen Führung wirken. Es kommt also umso mehr auf die Haltung an, das Mindset der lateralen Führungskraft.
So vertiefst du laterale Führung
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JEDERSHIP-Bücher lesen
Die Bücher "JEDERSHIP – Warum Führung alle etwas angeht" und "Authentisch führen mit dem JEDERSHIP-Prinzip" von Alexander Keller ordnen disziplinarische, fachliche und laterale Führung praxisnah ein.
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Im Inhouse-Training Laterale Führung arbeiten wir gezielt daran, wie du auch ohne disziplinarische Weisungsbefugnis wirksam führst.
Das Buch zu lateraler Führung von Alexander Keller
"JEDERSHIP – Warum Führung alle etwas angeht."
Das Buch ordnet disziplinarische, fachliche und laterale Führung ein und zeigt mit dem JEDERSHIP-Prinzip in drei Schritten, wie du auch ohne Weisungsbefugnis wirksam führst: INSIDE-OUT-IN.
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GLOSSAR · FRAGEN
Fragen zur lateralen Führung
Laterale Führung, auch Lateral Leadership, ist Führung ohne Weisungsbefugnis. Sie funktioniert ohne feste Hierarchie über Vertrauen, Kommunikation und fachlichen Einfluss statt über formale Macht.
Disziplinarische Führung basiert auf einer formalen Position mit Personalverantwortung. Laterale Führung kommt ohne diese Position aus und wirkt stattdessen über Vertrauen und fachlichen Einfluss. Mehr dazu im Glossareintrag zur disziplinarischen Führung.
Immer dann, wenn das System keine disziplinarische Machtverteilung vorgibt, etwa in Matrix-Organisationen, Projektteams oder agilen, cross-funktionalen Teams.
Ohne formale Durchsetzungsmacht braucht laterale Führung mehr Vertrauen und Kommunikation. Viele geraten unvorbereitet in die Rolle, und Rollenklarheit muss aktiv hergestellt statt vorgegeben werden.
Lateral führen lässt sich trainieren, zum Beispiel im Inhouse-Training Laterale Führung, das gezielt an Einfluss ohne Weisungsbefugnis, Vertrauensaufbau und Rollenklarheit arbeitet.